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MEDIENRAUM

Hören, mitlesen, nachlesen: Ein Willkommen für alle

Von Dirk Rabis, Medienstratege · Veröffentlicht am 16.10.2026 · Aktualisiert am 23.10.2026 · Themen: Audiogramm, Audio-Player, Transkript, Bedienung per Tastatur
Dirk Rabis lächelnd im hellgrauen Strickpullover an einem Tisch im Bühnenlicht, eine Brille in der Hand, rechts eine Nahaufnahme seines Gesichts. Dazwischen der Schriftzug „Strategien & Impulse“ und „Orientierung braucht Räume“ mit Pfeilen zu Gedankenraum, Medienraum und Resonanzraum.

Haben Sie Ihre Kopfhörer dabei?

Sie glauben gar nicht, wie oft Menschen eine Website im Zug öffnen, im Wartezimmer oder abends auf dem Sofa, wenn neben ihnen schon jemand schläft. Und dann legt irgendwo ein Video mit voller Lautstärke los. Schnell, wo ist der Knopf?
Ich kenne das. Sie bestimmt auch.
Und jetzt denken Sie an zwei weitere Menschen. Einen, der schlecht hört oder gar nicht. Und eine, die einfach lieber liest, weil sie dabei ihr eigenes Tempo behält. Alle drei landen auf einer Startseite und wollen in den ersten Sekunden nur eines wissen: Wer spricht hier, und hat das etwas mit mir zu tun?
Genau für diese drei haben wir in den letzten Tagen etwas gebaut. Und ich möchte Sie einladen, ein Stück mitzukommen.

Wie alles mit einem Wort begann

Donnerstag, 15. Oktober, unser Tonstudio im Taunus. Rotlicht an. Ich spreche ein kurzes Willkommen für die Startseite ein, gut eine Minute.
Im zweiten Durchgang passiert es. Im Manuskript steht „Journalist“, und aus meinem Mund kommt „Buchautor“. Ganz von allein. Es fühlte sich einfach richtiger an.
Merken Sie sich dieses Wort. Es spielt gleich noch eine Rolle.
Danach haben wir an der Aufnahme nichts mehr angefasst. Kein Schnitt, keine geschönte Pause, nur die Lautstärke angeglichen. Was Sie hören, ist das, was in diesem Raum gesagt wurde. Ein Willkommen darf nach Mensch klingen. Finde ich jedenfalls.

Eine Stimme, drei Wege

Und dann ging es los. Aus dieser einen Aufnahme haben wir drei Wege gebaut, für jeden der drei Menschen vom Anfang einen.
Hören. Ein Tipp auf Abspielen, und Sie hören meine Stimme. Daneben läuft die Wellenform der echten Aufnahme mit. Sie sehen, wo meine Stimme kräftiger wird, wo ich kurz Luft hole und wie lang das Ganze dauert. Wer weiß, was ihn erwartet, drückt viel lieber auf Abspielen.
Mitlesen. Hier wird es für mich richtig schön. Direkt unter dem Player steht ein kleines Textfenster. Das Wort, das gerade fällt, leuchtet in Gold, und der Text rückt Zeile für Zeile nach. Scrollen Sie selbst im Fenster, wartet der Text einen Moment auf Sie.
Nachlesen. Ein Klick auf „Transkript zeigen“, und das Fenster klappt auf. Der ganze Text steht da, in Ruhe zum Durchgehen, ganz ohne Ton. Der stillste der drei Wege und vielleicht der wichtigste. Denn der Text steht vollständig auf der Seite, nicht nur im Bild. Ein Screenreader kann ihn vorlesen, und auch Suchsysteme erfahren daraus, wer hier spricht. Ein Ranking-Versprechen ist das nicht. Aber Text direkt neben der Stimme ist eine richtig gute Grundlage, für Menschen und für Maschinen.

Vom Video zum Player mit Transkript

Ganz ehrlich: So sah das Willkommen nicht von Anfang an aus. Noch am Tag der Aufnahme stand es als Video auf unserer Startseite, als sogenanntes Audiogramm. In zwei Fassungen, breit für Bildschirm und Tablet, hoch für das Smartphone in der Hand. Der Text lief im Bild mit, und darunter stand das Transkript zum Aufklappen.
Das hat funktioniert. Und trotzdem haben wir eine Woche später noch einmal neu gedacht. Drei Dinge haben uns dazu gebracht.
Erstens: Im Video war der mitlaufende Text ein Teil des Bildes. Schön anzusehen, aber Sie konnten ihn weder vergrößern noch markieren. Jetzt ist er echter Text, der mit meiner Stimme mitläuft.
Zweitens: Für eine Stimme braucht es kein Video. Heute genügt eine einzige Tondatei für alle Geräte, und sie lädt erst, wenn Sie auf Abspielen drücken. Nichts startet von selbst, auch nicht stumm.
Drittens: Die Startseite hat eine eigene Bildsprache bekommen, mit schwebenden Bubbles für die vielen Kanäle, zwischen denen man heute wählen soll. Das Willkommen sollte genau dort stehen, mitten in dieser Frage, und ich gleich daneben.
Aus Ideen werden Medien. Und manchmal wird aus einem Medium ein besseres.

Das Vorher zum Vergleich

Die beiden Videofassungen sind von der Startseite verschwunden. Hier dürfen sie bleiben, als Erinnerung daran, wo wir angefangen haben. Tippen Sie eine an, schauen Sie, und vergleichen Sie mit dem neuen Player auf der Startseite. Es läuft immer nur eine, und nichts startet von selbst.

VORHER: ZWEI FASSUNGEN, EINE AUFNAHME

Quer und hoch im Vergleich

So stand das Willkommen bis zum 23. Oktober 2026 auf der Startseite: breit für Bildschirm und Tablet, hoch für das Smartphone in der Hand. Tippen Sie einfach an, was Sie sehen möchten.

Breitbild 16:9Für Desktop, Tablet und Smartphone im Querformat
Hochformat 9:16Für das Smartphone im Hochformat

Software schreibt, der Mensch entscheidet

Den ersten Entwurf des Transkripts hat eine Software geschrieben. Schnell, fleißig, ohne Murren. Großartig. Fertig war er damit aber noch lange nicht. Namen, Fachbegriffe, Satzzeichen: Das hat ein Mensch gegengelesen.
Und da war es wieder, mein Wort aus dem zweiten Durchgang. Im Manuskript „Journalist“, auf der Aufnahme „Buchautor“. Was gilt?
Für uns war das keine Sekunde lang eine Frage. Es gilt, was im Studio gesprochen wurde. Also steht im Transkript „Buchautor“.
Beim neuen Player kam noch eine Aufgabe dazu. Damit ein Wort genau dann leuchtet, wenn ich es sage, braucht jedes einzelne Wort seinen Zeitpunkt. Auch den hat eine Software aus der Aufnahme ermittelt. Ich habe mir das Ergebnis angehört und dabei mitgelesen. Es passt. Und sollte doch einmal ein Wort einen Wimpernschlag zu früh kommen, korrigieren wir es von Hand.
Klingt nach Kleinigkeiten? Für mich ist es der Kern der ganzen Geschichte. Die Software hilft beim Schreiben. Die Stimme bleibt echt, und der Text folgt ihr.

Und jetzt mal ganz ehrlich

Jetzt wäre der Moment für ein großes Wort. „Barrierefrei“ zum Beispiel. Das nehmen wir bewusst nicht in den Mund, denn dafür müsste mehr geprüft sein, als wir bisher getan haben. Ich erzähle Ihnen lieber, was es gibt und was wir selbst ausprobiert haben.
Das Video von damals ging am Tag nach der Aufnahme in die Prüfung. Mit der Tastatur, mit VoiceOver auf Mac und iPhone, mit allem, was uns eingefallen ist. Wer pausierte, blieb pausiert. Und wer auf seinem Gerät „Bewegung reduzieren“ eingestellt hatte, sah ein ruhiges Bild, bis er selbst auf Start drückte. Diese Haltung haben wir in den neuen Player mitgenommen.
Beim neuen Player startet nichts von selbst. Sie bestimmen, wann meine Stimme erklingt, und Sie können jederzeit anhalten. Mit der Tab-Taste erreichen Sie nacheinander den Knopf zum Anhören, das Textfenster und „Transkript zeigen“, und ein heller Rahmen zeigt Ihnen immer, wo Sie gerade sind. Die Eingabetaste klappt den ganzen Text auf und wieder zu. In Safari am Mac braucht es dafür die Wahltaste zusammen mit der Tab-Taste oder eine Einstellung im Browser.
Mit meinem Team habe ich den neuen Player auf Mac, iPhone und Tablet durchgespielt, auch mit VoiceOver und mit „Bewegung reduzieren“. Vom Logo über das Menü bis zum Player ließ sich alles ansteuern, und alles wurde uns angesagt. Das hat mich gefreut.
Wow. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie bei uns aus Ideen Medien entstehen. Wenn ich in 30 Jahren eines lernen durfte, dann das: Geht nicht gibt’s nicht.
Kurze Randnotiz an unser E-Team: einfach stark.
Natürlich lief nicht alles glatt, und das gehört für mich unbedingt dazu. Beim Video lagen auf dem iPhone im Querformat plötzlich die Knöpfe über der Beschriftung. Beim neuen Player stand auf dem Smartphone anfangs der Player über meinem Porträt, und der Text über dem Player machte das Mitlesen schwer. Heute kommen erst Player und Text, darunter mein Bild. Echte Geräte in echten Händen? Durch nichts zu ersetzen.
Und ein paar Dinge stehen noch auf unserer Liste. Ein wörtliches Protokoll der Ansagen haben wir nicht. Windows mit NVDA, JAWS oder der Sprachausgabe und Android mit TalkBack haben wir noch nicht getestet. Genau dafür brauchen wir Sie, mehr dazu gleich unten. Den Laufbalken können Sie erst bedienen, wenn der Ton geladen ist. Und die Zeitpunkte der Wörter hat eine Software gesetzt, eine kleine Abweichung ist möglich.
Wir sind unterwegs. Und ehrlich gesagt macht genau das so viel Freude.

Probieren Sie es selbst

Möchten Sie es einmal erleben? Starten Sie das Willkommen auf der Startseite und lesen Sie im kleinen Fenster einfach mit. Oder lassen Sie den Ton ganz aus und öffnen Sie mit „Transkript zeigen“ den ganzen Text. Und dann fragen Sie sich ganz ehrlich: Hätte ich auch so verstanden, worum es geht?
Ich bin gespannt, wie es Ihnen damit geht.
Wie aus einem Gespräch Cover, Audiogramm, Vodcast und ein auffindbarer Beitrag werden, lesen Sie im Beitrag „Gehört, gesehen, gefunden“ weiter unten.

MITMACHEN

Testen Sie mit

Mit meinem Team habe ich den neuen Player auf Mac, iPhone und Tablet ausprobiert. Aber wir arbeiten alle mit Apple-Geräten. Wie erleben Sie ihn auf dem Gerät, das Sie gerade vor sich haben? Wählen Sie Ihr System, probieren Sie es aus und erzählen Sie uns davon.

Mac: Mit VoiceOver

VoiceOver ist auf jedem Mac schon dabei. Die VO-Taste ist die Kombination aus Control + Option, auf manchen Tastaturen mit „ctrl“ und „alt“ beschriftet. Halten Sie beide gedrückt und tippen Sie die dritte Taste dazu.

  1. Einschalten und ausschalten: Command + F5. Klappt das nicht, nehmen Sie fn dazu.
  2. Zum nächsten oder vorherigen Element: VO + Pfeil rechts oder VO + Pfeil links.
  3. Knopf auslösen: VO + Leertaste.
  4. Überblick über Überschriften und Knöpfe: VO + U. Mit den Pfeiltasten wählen, mit der Eingabetaste springen.
  5. Nur mit der Tastatur in Safari: Option + Tab springt von Knopf zu Knopf.

So finden Sie den Player

  1. Öffnen Sie die Startseite. Ganz oben steht die Überschrift „Wo sollte ich heute präsent sein?“.
  2. Darunter folgt der Knopf „Anhören“. Er startet den Ton und hält ihn wieder an.
  3. Der Laufbalken heißt „Position im Beitrag“. Bedienen können Sie ihn, sobald der Ton geladen ist.
  4. Das Textfenster heißt „Transkript, läuft mit dem Ton mit“. Hier lesen Sie mit.
  5. Der Knopf „Transkript zeigen“ klappt den ganzen Text auf und wieder zu.
Zum Player auf der Startseite

WER IHRE RÜCKMELDUNG LIEST

Unser Entwicklerteam bei entertain MARKET

Den Player hat unser Entwicklerteam bei entertain MARKET gebaut. Dort, im Medienraum, wird aus einer Strategie etwas, das man hören, sehen und bedienen kann. Ihre Rückmeldung landet bei mir, und ich gebe sie an dieses Team weiter. Was wir daraus ändern, tragen wir in diesem Beitrag nach.

Drei Fragen an Sie

  • Konnten Sie alles erreichen?
  • Wurde alles verständlich angesagt?
  • Was hat Sie gestört oder überrascht?
Den Medienraum von entertain MARKET kennenlernen

Ihre Rückmeldung

Ein paar Stichworte genügen. Pflicht sind nur Ihre Rückmeldung und die Einwilligung.

Was hat funktioniert, was hat gestört? Angaben zu Ihrer Person oder Gesundheit brauchen wir dafür nicht.
Freiwillig, falls wir nachfragen dürfen.

Lieber per E-Mail? Schreiben Sie an center@entertainmarket.com

Und Ihre Stimme?

Vielleicht haben Sie beim Lesen schon an sich selbst gedacht. An das, was Sie zu sagen haben. Und an die Menschen, die es bisher nicht hören konnten.
Genau dafür gibt es unser Studio im Taunus. Wir machen aus Ihrer Aufnahme etwas zum Hören, Mitlesen und Nachlesen. Mit derselben Sorgfalt und derselben Begeisterung wie bei unserem eigenen Willkommen.
Denn am Ende geht es nicht um Technik. Es geht um eine einzige Frage: Für wen sprechen Sie eigentlich?
STAND DER PRÜFUNG
Stand: 23.10.2026. Neuer Player mit Transkript, geprüft live im Browser auf der veröffentlichten Startseite: Reihenfolge der Tab-Taste, Beschriftungen der Bedienelemente, Fokusrahmen, Auf- und Zuklappen des Transkripts per Eingabetaste, vollständiger Text im HTML, kein automatischer Start. Darstellung in Desktop- und Smartphone-Breite angesehen. Von Dirk Rabis und seinem Team ausprobiert: Ton und Mitlesen, VoiceOver auf Mac (Safari) und iPhone, „Bewegung reduzieren“ am Gerät sowie die Darstellung auf dem Tablet. Dabei sind keine Fehler aufgefallen. Ein wörtliches Protokoll der Ansagen gibt es nicht.
Nicht geprüft beim neuen Player: NVDA, JAWS und die Sprachausgabe unter Windows, TalkBack unter Android sowie weitere Browser und Geräte. Frühere Videofassung (16.10.2026): Tab-Taste, Anhalten und Fortsetzen, Hinweistext für Screenreader und Fokusrahmen live geprüft, von Dirk Rabis auf Mac und iPhone auch mit VoiceOver und „Bewegung reduzieren“ ausprobiert, ohne wörtliches Protokoll der Ansagen. Als Maßstab dienten die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2, Stufe AA. Eine Aussage darüber, ob diese Richtlinien vollständig erfüllt sind, ist damit nicht verbunden.

KENNEN SIE DAS?

Für wen sprechen Sie eigentlich?

Im Studio-Talk schauen wir gemeinsam, wer Ihnen heute zuhört, wer mitliest und wen Sie noch gar nicht erreichen.

ÜBER DEN AUTOR
Dirk Rabis ist seit jeher vollschichtiger Kommunikationsprofi: Bereits Ende der 80er-Jahre gründete er das RPM-Bildungs- und Medienzentrum für Multimedia-Kommunikation, PR, Marketing-, Marken- und Medienentwicklung, wo er als CEO für Entwicklung und Schulung im Bereich der multimedialen, audiovisuellen Medien verantwortlich zeichnete.
Als versierter Content-Stratege und DEKRA zertifizierter Online Marketing Manager bespielt er seither unterschiedlichste Kanäle. Hier berät und positioniert er teils sehr prominente Personen und Unternehmen aus Sport, Film, Musik, Politik, Handel, Wirtschaft und Industrie bei der Neuausrichtung ihrer Unternehmensstrategie und Kommunikation.
2004 erhielt er seine Akkreditierung zum internationalen Film-, Musik- und Medienproduzenten, der zwei internationale Award-Auszeichnungen folgten.
Mittlerweile steht er als TV-Redakteur und Talkshow-Moderator auch selbst vor der Kamera.
Seit 2020 schreibt und publiziert Dirk Rabis zudem für den Wissenschaftsverlag Springer Gabler, unter anderem im Fachbuch „Strategien für Dienstleister“.
Dirk Rabis, Medienstratege und PR-Berater bei entertain MARKET.

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